Latein
Ein Video für unsere zukünftigen Fünftklässler
Besonderheiten am RGG
Nichts geht ohne Latein! Ob Medizin oder Botanik, ob Spanisch oder Französisch, ob Rechtsprechung oder Werbung – immer ist auch Latein dabei. Fachbegriffe und Fremdwörter, Logik und Systematik, große Teile unserer Kultur beruhen auf dem Lateinischen. So ist das Lateinische, auch wenn es nicht die gesprochene Sprache eines Landes ist, in vielerlei Hinsicht die Basis unserer Kultur und eine vielfach gegenwärtige und sehr lebendige Sprache in unserer Alltagswelt, und es gibt viele gute Gründe Latein zu lernen.
Natürlich ist auch Latein nicht ganz einfach und erfordert Fleiß und Interesse, wie das bei jeder anderen Sprache auch der Fall ist. Manche sehen es als Vorteil, dass sie das Lateinische nicht sprechen müssen, es also auch keine Probleme mit der Aussprache oder beim Aufschreiben gibt. Wesentlich geht es darum, zu übersetzen, natürlich die Vokabeln zu lernen und viel von der römischen Kultur, dem römischen Denken und Alltag zu erfahren. Und damit lernt man automatisch Vieles, was unser Leben heute prägt. So ist also Latein ganz und gar keine „tote“ Sprache, sondern das Fundament, um unsere Gegenwart zu verstehen und zu gestalten.
Wer von Klasse 6 bis 11 den Lateinunterricht mit Erfolg besucht, erwirbt automatisch das Latinum, das für allerlei Studienfächer immer noch von Vorteil ist und geschätzter Nachweis klassischer Bildung. Erfreulicher Weise hat in den letzten Jahren immer eine große Zahl von Schüler*innen Latein in Klasse 6 gewählt. (Schüler*innen, die in Klasse 5 mit Französisch beginnen, können allerdings in Klasse 6 nicht Latein wählen, sondern müssen Englisch als zweite Fremdsprache belegen)
Wenn noch Fragen zum Fach Latein offen sind, freuen sich die Lateinlehrer*innen am Robert-Gerwig-Gymnasium, wenn Ihr Euch an Sie wendet, um mehr zu erfahren. Vom Tag der Offenen Tür, an dem wir sonst vielerlei Aspekte des Lateinunterrichts zeigen konnten, gibt es leider in diesem Jahr nur einige Bilder, aber unser Video zum Lateinunterricht kann Euch noch einen lebendigen Eindruck von dem geben, was Euch im Fach Latein erwartet. Wir freuen uns auf Euch! Valete!
Exkursionen
Lateiner Exkursion: ROM-BERICHT 2026
Alle Lateinschüler/-innen der 11.Klassen waren vom 25.04. 26.01.05.26 auf Romfahrt. Am Samstag war um 18 Uhr Abfahrt in Hausach und die Busfahrt haben alle trotz eiskalter Klimaanlage gut überstanden.
Der Sonntagmorgen hielt direkt die erste Überraschung bereit: Statt am Hotel wurden wir an einer abseitigen Metrostation abgesetzt – ein spontaner Planwechsel des Busfahrers, der uns alle überraschte.
Nach diesem ungeplanten Start ging es trotzdem direkt los mit einem straffen Programm und ersten Sehenswürdigkeiten & Erkundungen. Am Pantheon hatten wir unerwartetes Glück und durften die lange Warteschlange überspringen und den VIP- Eingang nutzen, um das besterhaltene Bauwerk des antiken Rom zu betreten. Trotz abendlicher Müdigkeit bot sich uns ein echtes Highlight in einer beeindruckenden Führung durch die Domus Romane, die uns einen spannenden 3D-Einblick in das antike Rom bot. Für Aufregung sorgte Frau Uhl-Hilger, die ihren Pulli verlor, auf die Suche nach ihm ging und somit die beeindruckende Präsentation leider nicht genießen konnte. Der Montag startete ungewöhnlich früh – zumindest für Ruben und Jakob, die sich bereits um 9:20 Uhr ihre erste Pizza kauften. Für einen unvergesslichen Moment sorgte erneut Frau Uhl-Hilger, als sie vor dem Hercules-Tempel in eine Schlamm-Pfütze trat (vielleicht noch ein altes Überbleibsel vom Forum Boarium, dem antiken Rindermarkt?) und dabei mehreren anderen Personen eine ungewollte Dusche bescherte – ein Ereignis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Das Highlight des Tages war jedoch eindeutig das Kolosseum endlich „in echt“ zu sehen. Während ein Teil der Gruppe den Abend entspannt am Strand ausklingen ließ, neigte sich der zweite Tag dem Ende zu.
Am Dienstag überzeugte vor allem die sehr gute Führung in der antiken Hafenstadt Ostia. Ein besonderes Erlebnis war außerdem die Scala Santa, die Einige von uns traditionsgemäß auf Knien hinaufstiegen. Am Abend kam auch Frau Uhl-Hilger zum Fußballschauen des Champions-League -Halbfinales mit in den Pub.
Der Mittwoch brachte kleinere Herausforderungen mit sich: während Carla mit einem streikenden Kofferschloss kämpfte, was das Packen erschwerte, bewies Mattea am Petersdom wahre Ausdauer, indem sie es – entgegen Herrn Krämers Prophezeiung und wahnsinnig langer Anstehschlangen – dennoch in die Kirche hineinschaffte und dafür sogar auf das Essen verzichtete.
Die Vatikanischen Museen blieben leider hinter den Erwartungen zurück, da unsere Führerin von Anfang an wenig motiviert wirkte, und es ihr wohl nicht am Herzen lag, uns in ihre Erklärungen einzubinden.
Umso besser war die Stimmung bei Leonas Vortrag auf der Piazza Navona, wo er kurzerhand von einem Pantomime-Clown begleitet wurde – definitiv das Highlight des Tages! Für den Donnerstagabend war leider schon wieder die Abreise angesetzt. Davor stand aber noch ein langer Fußmarsch zu den Priscilla- Katakomben an, der sich jedoch absolut lohnte. Die Führung dort war hervorragend, besonders dank einer sehr freundlichen und engagierten Führerin, die alles verständlich erklärte. Also eine absolute Empfehlung! Auch abseits der offiziellen Tagespunkte gab es einige amüsante wiederkehrende Erlebnisse: Logan stelle unter Beweis, dass man Brawl-Stars wirklich überall spielen kann– sogar in der Kirche Santa Maria Maggiore. Außerdem wurden uns von Händlern ständig Powerbanks angeboten, ganz egal wo man war: Diese Männer haben uns einfach immer gefunden, bis Logan schließlich tatsächlich eine für 5 € kaufte. Generell hatten wir erstaunlich oft Glück und konnten Warteschlangen überspringen, unter anderem am Kolosseum, Pantheon und in den Vatikanischen Museen. Auffällig war auch der Unterschied zwischen den Zimmern: Während die Jungs vergleichsweise viel Platz hatten, waren die Zimmer der Mädchen eher klein. Jeder hielt im Laufe der Woche einen Vortrag zu einer Sehenswürdigkeit – wobei Logan seinen Beitrag auf dem Kapitol direkt von ChatGPT, seinem großen Freund und Helfer, ablas. Insgesamt legten wir in dieser Woche etwa 100.000 Schritte zurück, was ungefähr 70 Kilometern entspricht. Die Romfahrt neigte sich also dem Ende zu, doch die 14h-Fahrt lag ja noch vor uns. Ein lautstark kommentiertes Fußballspiel, diesmal Halbfinale Europa-League, sorgte sogar bei unserem Busfahrer, der sonst überhaupt keine Kommunikation oder Regung zeigte, für interessierte Blicke nach hinten. Dank XXXL-Vorräten an Popcorn, Chips und Keksen, die wir uns gleich an der ersten Raststätte zugelegt hatten, war der ganze Bus versorgt, und als der Busfahrer endlich mal die Heizung statt der Klimaanlage verwendete, fanden auch die Letzten ein wenig Schlaf. Als es dann am frühen Morgen hieß: „Ihr könnt euren Eltern schreiben, wir sind wieder in gewohnter Umgebung“, waren alle erleichtert und freuten sich auf ihre heimischen Betten. Die Romfahrt war somit zu Ende und alle gingen mit unvergesslichen Momenten oder 1m Keksrollen als Souvenir nach Hause.
Ein riesiges Dankeschön an Frau Uhl-Hilger und Herrn Krämer, die uns die ganze Woche über begleitet haben 🙂
von Carla Hug und Leonie Moser
Bericht zur Romfahrt der Lateiner 2025
Unsere Lateinexkursion nach Rom startete am Sonntag, den 11. Mai: weil wir der Bahn nicht wirklich vertrauten, ließen wir uns dank bereitwilliger Elterntaxis sehr gemütlich zum Abflughafen Basel fahren. Als wir nach einem ruhigen Flug in unserem netten kleinen und sehr zentralen Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg zur Basilika Santa Maria Maggiore. Trotz einer wahnsinnig langen Menschenschlange (alle wollten das neue Grab des gerade verstorbenen Papstes Franziskus sehen) gelang uns kurz vor Schließung der Kirche noch der Eintritt. Am Abend genossen wir einen ersten Eindruck von der Stadt bei einem Spaziergang zur Fontana di Trevi und bewunderten das Kolosseum bei Nacht.
Der Montag war mit vielen Besichtigungen gefüllt. Wir besuchten die Basilika San Giovanni in Laterano, erklommen die Scala Santa, schauten uns die Diokletianthermen mit der italienischen Staatskirche Santa Maria degli Angeli kurz an, bevor wir über die Via Veneto und die Villa Borghese zur Piazza del Popolo gelangten. Dort nur knapp einem Verlust durch ein spontanes Fußballspiel entgangen, nahmen wir um 16:30 Uhr an einer 3D-Führung durch die Domus Romane teil.
Am Dienstag standen klassische Sehenswürdigkeiten des antiken Roms auf dem Programm. Nachdem Frau Uhl-Hilger ihre zweite Leidenschaft als Verkehrspolizistin (das hätte noch ein wenig Übung bedurft) aufgegeben hatte, machten wir uns auf den Weg, um den Circus Maximus, die Bocca della Verità, den Palatin, das Forum Romanum, die Trajansmärkte, den Konstantinbogen, das Kolosseum und das Kapitol zu besichtigen. Aber, von den vielen Eindrücken erschlagen, hatten wir vergessen dem Wettergott Jupiter zu opfern, der uns mit düsterem Gewitter bestrafte, als wir auf dem Palatin standen. Als Jupiter sich wieder beruhigt hatte, zogen wir weiter über das Forum Romanum ins Kolosseum. Danach hätte eigentlich noch ein Besuch des Kapitols angestanden, aber hiervon wollte Jupiter uns mit heftigstem Wolkenbruch und Regen abhalten. So beugten wir uns dem göttlichen Willen und machten uns, mittlerweile völlig durchnässt, auf den Weg ins Hotel.
Am Mittwoch waren zwar – nach dem extremen Regengusses des Vortages- noch nicht alle Kleider und Schuhe trocken, aber wir starteten dennoch voller Energie in den Tag und fuhren mit der Metro in ein anderes Land, nämlich dem Vatikanstaat. Leider war es uns nicht vergönnt, den neuen Papst Leo XIV zu sehen. Dafür erwartete uns dort eine didaktische Führung durch die Vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle, die eigentlich nur 90 Minuten dauern sollte. Da aber unsere motivierte dt.-italienische Führerin überwältigt war von unserem Interesse und unserer Aufmerksamkeit, verlängerte sie auf Wunsch von Frau Uhl-Hilger die „normale“ Führung kostenlos um zwei weitere Stationen: die ägyptische und etruskische Abteilung! Anschließend besuchten wir den Petersdom, die Engelsburg, die Piazza Navona, das Pantheon und viele weitere Sehenswürdigkeiten entlang des Tibers…..alles zu Fuß, so dass Frau Baurs Fitnessuhr an diesem Tag 25,3 gelaufene Kilometer anzeigte!
Am Donnerstag, 15. Mai, ging es leider schon wieder zurück und wir traten wir früh morgens um 5:30 Uhr unsere Rückreise an. Unser Flug vom Flughafen Fiumicino startete (nicht ganz) um 8:10 Uhr, und wir landeten um 10:00 Uhr wieder in Basel – müde, aber voller Eindrücke und Erinnerungen an eine unvergessliche Reise nach Rom.
Text: Kai Mickenautsch
Fahrt nach Rom im Jahr 2024
Nach lang ersehnter Zeit und vielen verbrachten Stunden im Lateinunterricht ging es endlich nach Rom. Die Freude war groß! Sonntag früh, genau um 7:24 Uhr, ging die Reise in Hausach los. Doch als wäre es nicht genug, so früh nach Basel fahren zu müssen, ging unsere Reise mit dem Flieger leider mit einer Person weniger los, als es ursprünglich geplant war. (Wir denken an dich.) Alle Verbleibenden sind pünktlich in Italien gelandet nach einem kurzen, aber schönen Flug, der ohne große Turbulenzen ablief. Kleine Wackler verursachten trotzdem bei dem einen oder anderen ein mulmiges Gefühl oder auch ein wenig Panik.
Angekommen am Flughafen in Italien legten Frau Uhl-Hilger und Frau Lutterbeck ein starkes Tempo vor, während die anderen nur versuchten, hinterherzukommen, ohne verloren zu gehen. Im Hotel hat sich jeder erstmal auf ein Zimmer begeben und eine kleine Pause gemacht, bevor es dann zu unserem ersten Besichtigungsort ging – dem Trevi Brunnen (Fontana di Trevi). Dort hielt der erste Schüler schon seinen Vortrag, der wie die anderen Vorträge auch natürlich super war. Zudem staunten wir nicht schlecht, als wir einen Heiratsantrag beobachten durften – sie sagte natürlich ja. Danach konnte jeder die Stadt am Abend erkunden und etwas essen.
Am nächsten Morgen ging es direkt nach einem ausgewogenen Frühstück, mit etwas zu harten Brötchen, los zu einem Stück Geschichte: eines der ältesten, am besten erhaltenen Mauerwerke. Dann weiter vorbei an den Diokletianthermen, der Basilica S. Maria degli Angeli, der Piazza della Repubblica und der Crypta Cappuccini. Nach einer kurzen Pause und etwas Laufen konnten wir die Piazza del Popolo erblicken. Unser Weg jedoch führte uns direkt zu Giolitti, der gefühlt besten Eisdiele in ganz Italien. Den Schluss machte die erstaunliche 3D-Führung in einer altrömischen Patriziervilla. Nach einer kurzen Pause im Hotel konnte jeder die Stadt für sich selbst nochmal erkunden. Dabei fiel auf, dass der eine oder andere mit dem Englisch der Italiener nicht ganz so gut klarkommt.
Am nächsten Tag konnten wir den Einblick ins Kolosseum, den Circus Maximus sowie das Forum Romanum genießen. Durch Frau Uhl-Hilgers tolles Wissen konnten wir noch eine kleine Attraktion genießen: das Aventine Keyhole, ein kleines Loch mit atemberaubender Sicht aufs – ja, das müssen Sie selbst herausfinden. Das war viel Programm und die meisten freuten sich, beim Italiener um die Ecke etwas Kleines zu essen und die Freizeit zu genießen.
Ehe wir uns am nächsten Morgen versahen, waren wir in einem anderen Land: dem Vatikan. Dort führte uns eine Dame durch das riesige Museum, in dem Unmengen an Ausstellungsstücken stehen. In dem Riesengebäude den Ausgang zu finden, schien fast unmöglich, vor allem, wenn man am Vertrocknen ist. Am Ende jedoch schafften wir alle es sicher heraus und durften den nächsten Riesengebäude begutachten: den Petersdom. In der kurzen Pause hatten manche die Idee, den Petersdom von innen zu besichtigen. Da die Schlange sich jedoch in die Unendlichkeit erstreckte, probierte manch einer durch den Ausgang hineinzukommen: Leider erfolglos. Etwas später standen wir in der Schlange vor dem Pantheon, leider merkten wir erst später, dass wir falsch anstehen. Das hielt uns aber nicht davon ab, das Meisterwerk der Römer zu sehen.
Das Ende unserer Fahrt machte die „Kirchentour“. Dabei sahen wir prachtvolle Kirchen wie: die Santa Maria Maggiore, die Santa Prassede, San Giovanni in Laterano und die berühmte Scala Santa (Heilige Treppe). Durch unser tolles Mitmachen und den tollen Zeitplan von Frau Uhl-Hilger und Frau Lutterbeck hatten wir den restlichen Tag Freizeit. Am nächsten Morgen hieß es Abfahrt. Unser Bus fuhr uns um Punkt 5:30 Uhr mit ordentlichem Tempo quer durch Rom zum Flughafen, wo uns nur noch die Sicherheitskontrolle in Schach hielt. Wie sich herausstellte, wollte ein Schüler eine ganze Flasche Wasser schmuggeln und der andere wohl ein explosives Duschshampoo, welches sich nach mehreren Tests als normales Shampoo herausstellte. Aber man weiß ja nie… Im Flugzeug durften wir noch ein letztes Mal das schöne Wetter und die sehr bezaubernde Sicht auf Rom genießen. Ehe wir uns versahen, landeten wir in der regnerischen und kalten Schweiz. Am Ende waren wir aber trotzdem froh, dass alles geklappt hat und jeder Schüler mit wundervollen Erinnerungen aus Rom zurückkehrte. Zum Schluss können wir sagen, dass die Römer erstaunlich viel Geld für ihre Bauwerke hatten…
(Carlo Künstle & Thorin Wagner)
Fahrt nach Rom im Jahr 2023
Am Ende der 11. Klasse brachen 24 Lateiner unter Begleitung von Frau Uhl-Hilger und Herrn Krämer nach Rom auf, um die Orte und Gebäude der „Ewigen Stadt“, von denen wir 6 Jahre lang im Lateinunterricht gehört und gelesen haben, in natura zu bewundern.
Nach einer wie im Flug vergangenen Nachtfahrt mit dem Bus kamen wir am frühen Morgen in unserem sehr zentral gelegenen Hotel an. Die Zimmer waren zwar noch nicht bezugsbereit, aber das war kein Problem. Nach einer kurzen Erfrischung und kleinen Stärkung in den umliegenden Supermärkten und Cafés stürzten wir uns energiegeladen in unser Programm.
Als Erstes haben wir uns durch einen kleinen Spaziergang etwas Orientierung verschafft: Es ging quer durch die Stadt, vorbei an den Diokletianthermen, der Basilica S. Maria Degli Angeli und der Piazza della Repubblica ging es auf’s steile Kapitol und dann wieder runter zur Trajanssäule. Nach einer sehr beeindruckenden 3D Media Show in einer altrömischen Patriziervilla machten wir uns als nächstes zum Pantheon auf und später zur Spanischen Treppe. Dort staunten wir nicht schlecht, als wir zufällig auf Tom Cruise und die Präsentation seines neuen Filmes Mission Impossible 7 stießen. Alle waren ganz außer sich, denn man trifft ja nicht täglich auf solche Hollywood-Prominenz. Auch der nächste Tag war durch den Besuch des Circus Maximus, des Kolosseums sowie des Forum Romanum ein voller Erfolg. Trotz des eng getakteten Programms kam auch unsere Freizeit nicht zu kurz. Wenn nicht gerade zufällig wieder der ein oder andere Hausacher z.B. im Pantheon verschollen war, konnten wir selbstständig auf Erkundungstour gehen. Rom bei Nacht ist mit Sicherheit für jeden ein Erlebnis. Grandiose Pizza und Pasta, sowie Eiscreme vom Feinsten waren an jeder Ecke aufzufinden.
Und wir waren übrigens nicht nur in Italien, sondern auch im Vatikan, denn der ist schließlich ein eigener Staat. Bei einer didaktischen Führung in den Vatikanischen Museen sahen wir eine Fülle von Kunstwerken, die niemand von uns erwartet hätte. Unser Guide konnte uns gar nicht alles zeigen. In die Sixtinische Kapelle sind wir auch gekommen. Dort laufen jeden Tag unzählige Touristen durch, um die berühmten Fresken von Michelangelo zu bewundern. Bei dem Gewusel kommt es auch mal vor, dass man die eigene Lehrerin verliert. Nach kurzem Orientierungsverlust der Schüler tauchte sie aber auch schon wieder auf und führte uns hinaus aus der Menge. Als weiteres Highlight betraten wir dann den riesigen Petersdom. Obwohl wir so viele Kirchen gesehen haben, war der Petersdom doch mit die prunkvollste.
Die Zeit verging so schnell und es war schon Donnerstag. Schnell die Schüler in den Bus gepackt und auf ging’s zu den Katakomben. Dort erhielten wir eine geheimnisvolle und spannende Führung von einem der weisesten und mysteriösesten römischen Schwaben. Dann war endlich die Zeit gekommen und wir konnten in die warmen Wellen des italienischen Mittelmeers springen. Es war herrliches Strandwetter und alle konnten für ein paar Stunden abschalten.
Am Ende der Reise besuchten wir noch zwei der ältesten und wichtigsten Kirchen Roms: San Giovanni in Laterano und Santa Maria Maggiore. Den Pilgerort mit den Heiligen Stufen Jesu darf man natürlich auch nicht vergessen. Begeistert und erschöpft zugleich waren alle 24 Schüler wieder unversehrt im Bus verstaut.
Es war eine sicherlich unvergessliche Reise und wir können nur sagen: Latein lebt!
(Maximilian Spathelf und Alena Meyerhöfer)
Fahrt nach Trier im Jahr 2022
Hausach, 7:00 Uhr, Gleis 1: hier begann unsere Latein-Exkursion zum Abschluss unserer Lateinjahre am Dienstagmorgen des 19. Juli….zwar nicht wie ursprünglich geplant nach Rom, sondern in die älteste Stadt Deutschlands: nach Trier. Trier ist eine Stadt im Südwesten Deutschlands in der Weinregion Mosel, die von den Römern im Jahre 17 vor Christus gegründet wurde.
Gegen Mittag trafen wir in unserer Unterkunft für die nächsten 3 Tage ein – das Gästehaus der Barmherzigen Brüder. Nach kurzer Verschnaufpause und dem Beziehen unserer Zimmer ging es auch schon mit dem ersten Programmpunkt los, eine Führung durch das UNESCO-Welterbe, das Amphitheater. Hier erhielten wir einen ersten Einblick in das alltägliche Leben der Römer.
Gladiatorenkämpfe beziehungsweise im allgemeinen Kämpfe hatten einen hohen Stellenwert und waren tief in die Geschichte des römischen Volkes zur Belustigung der damals „blutrünstigen“ Gesellschaft verwurzelt.
Im Amphitheater durften wir nicht nur die damalige unglaubliche Architektur bestaunen, sondern erfuhren auch einiges über die Gründung der Stadt, die ausgeklügelte Wasserversorgung, Gesellschaftsstrukturen, aber vor allem etwas über das Leben der Gladiatoren.
Nach dieser interessanten Führung entschieden wir uns dazu, die nahezu unerträgliche Hitze und den anstrengenden Tag an der Mosel – ganz entspannt – ausklingen zu lassen…
Am Mittwochmittag startete unser zweiter Programmpunkt, eine Führung durch die zentral historische Ausstellung des Landesmuseum von Trier, die den Namen „Der Untergang des römischen Reiches“ trägt. Internationale Spitzenexponate illustrieren die Pracht des in seiner Blütezeit gigantischen römischen Imperiums, das dank seiner intelligenten Führung, einer ausgeklügelten Verwaltung und innovativer Infrastruktur Jahrhunderte überdauern konnte. Und trotz alledem ging das römische Reich unter. Aber wie und warum? – Mit, unter anderen, diesen zentralen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung des Landesmuseums Trier.
Nach dieser aufschlussreichen Führung durch die Ausstellung des Museums wurde der Verdacht einiger von uns, dass das Reich nicht aufgrund eines Faktors zu Fall kam, sondern viel mehr dadurch, dass sich viele Ursachen gegenseitig in Hände spielten, bestätigt.
Bereits am Nachmittag traten wir unsere letzte geplante Führung an. Dabei handelte es sich um eine authentische Toga-Stadtführung. Wir begannen unsere Reise am Wahrzeichen der Stadt Trier: das „Porta Nigra“. Hierbei handelt es sich um ein ab 170 nach Christus errichtetes römisches Stadttor, das Teil des UNESCO-Welterbes in Trier ist.
Danach führte uns unsere Führung an alten Gebäuden mit lateinischen Inschriften vorbei, hin zum Trierer Dom – der ältesten Bischofskirche Deutschlands und zur Konstantin-Basilika, der damaligen Audienzhalle römischer Kaiser. Ihr Ende fand unsere Stadtführung an den monumentalen Überresten der spätantiken Kaiserthermen. Die alten, teilweise erhaltenen Bausteine veranschaulichen die unglaublichen Ausmaße der römischen Badeanlage.
Nach diesem von Kultur und Geschichte geprägten Tag entschieden wir uns dafür den Abend in einem Lasertag-und Bowlingroom zu verbringen. Nach mehreren modernen „Schlachten“ – die man wohl eher nicht mit römischen Schlachten vergleichen kann – fand dieser Tag sein Ende.
Die Gestaltung des Donnerstags stand uns weitgehend zur freien Verfügung. Nach einem kurzen ‚Fotoshooting‘ am frühen Vormittag, als Andenken vor der gewaltigen Porta Nigra, hieß es für die meisten von uns die restlichen Stunden vor unserer Abreise noch so gut wie nur irgendwie möglich zu genießen. Gegen Mittag mussten wir leider schon wieder Abschied von dieser unglaublich schönen und nun mit vielen guten Erinnerungen verbundenen Stadt nehmen.
Nach einer bedauerlicherweise sehr turbulenten und schweißtreibenden langen Rückfahrt kamen wir – anders als geplant – am späten Abend in Hausach wieder an. Hier endete unsere kleine erfolgreiche Reise, die einen schönen Abschluss unserer Lateinkarriere darstellte.
Ein Bericht von Karin Müller
Stundentafel
| Klassenstufe | 5. | 6. | 7. | 8. | 9. | 10. | 11. |
| Wochenstunden | – | 5 | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 |


































