Lateiner Exkursion: ROM-BERICHT
Alle Lateinschüler/-innen der 11.Klassen waren vom 25.04. 26.01.05.26 auf Romfahrt. Am Samstag war um 18 Uhr Abfahrt in Hausach und die Busfahrt haben alle trotz eiskalter Klimaanlage gut überstanden.
Der Sonntagmorgen hielt direkt die erste Überraschung bereit: Statt am Hotel wurden wir an einer abseitigen Metrostation abgesetzt – ein spontaner Planwechsel des Busfahrers, der uns alle überraschte.
Nach diesem ungeplanten Start ging es trotzdem direkt los mit einem straffen Programm und ersten Sehenswürdigkeiten & Erkundungen. Am Pantheon hatten wir unerwartetes Glück und durften die lange Warteschlange überspringen und den VIP- Eingang nutzen, um das besterhaltene Bauwerk des antiken Rom zu betreten. Trotz abendlicher Müdigkeit bot sich uns ein echtes Highlight in einer beeindruckenden Führung durch die Domus Romane, die uns einen spannenden 3D-Einblick in das antike Rom bot. Für Aufregung sorgte Frau Uhl-Hilger, die ihren Pulli verlor, auf die Suche nach ihm ging und somit die beeindruckende Präsentation leider nicht genießen konnte. Der Montag startete ungewöhnlich früh – zumindest für Ruben und Jakob, die sich bereits um 9:20 Uhr ihre erste Pizza kauften. Für einen unvergesslichen Moment sorgte erneut Frau Uhl-Hilger, als sie vor dem Hercules-Tempel in eine Schlamm-Pfütze trat (vielleicht noch ein altes Überbleibsel vom Forum Boarium, dem antiken Rindermarkt?) und dabei mehreren anderen Personen eine ungewollte Dusche bescherte – ein Ereignis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Das Highlight des Tages war jedoch eindeutig das Kolosseum endlich „in echt“ zu sehen. Während ein Teil der Gruppe den Abend entspannt am Strand ausklingen ließ, neigte sich der zweite Tag dem Ende zu.
Am Dienstag überzeugte vor allem die sehr gute Führung in der antiken Hafenstadt Ostia. Ein besonderes Erlebnis war außerdem die Scala Santa, die Einige von uns traditionsgemäß auf Knien hinaufstiegen. Am Abend kam auch Frau Uhl-Hilger zum Fußballschauen des Champions-League -Halbfinales mit in den Pub.
Der Mittwoch brachte kleinere Herausforderungen mit sich: während Carla mit einem streikenden Kofferschloss kämpfte, was das Packen erschwerte, bewies Mattea am Petersdom wahre Ausdauer, indem sie es – entgegen Herrn Krämers Prophezeiung und wahnsinnig langer Anstehschlangen – dennoch in die Kirche hineinschaffte und dafür sogar auf das Essen verzichtete.
Die Vatikanischen Museen blieben leider hinter den Erwartungen zurück, da unsere Führerin von Anfang an wenig motiviert wirkte, und es ihr wohl nicht am Herzen lag, uns in ihre Erklärungen einzubinden.
Umso besser war die Stimmung bei Leonas Vortrag auf der Piazza Navona, wo er kurzerhand von einem Pantomime-Clown begleitet wurde – definitiv das Highlight des Tages! Für den Donnerstagabend war leider schon wieder die Abreise angesetzt. Davor stand aber noch ein langer Fußmarsch zu den Priscilla- Katakomben an, der sich jedoch absolut lohnte. Die Führung dort war hervorragend, besonders dank einer sehr freundlichen und engagierten Führerin, die alles verständlich erklärte. Also eine absolute Empfehlung! Auch abseits der offiziellen Tagespunkte gab es einige amüsante wiederkehrende Erlebnisse: Logan stelle unter Beweis, dass man Brawl-Stars wirklich überall spielen kann– sogar in der Kirche Santa Maria Maggiore. Außerdem wurden uns von Händlern ständig Powerbanks angeboten, ganz egal wo man war: Diese Männer haben uns einfach immer gefunden, bis Logan schließlich tatsächlich eine für 5 € kaufte. Generell hatten wir erstaunlich oft Glück und konnten Warteschlangen überspringen, unter anderem am Kolosseum, Pantheon und in den Vatikanischen Museen. Auffällig war auch der Unterschied zwischen den Zimmern: Während die Jungs vergleichsweise viel Platz hatten, waren die Zimmer der Mädchen eher klein. Jeder hielt im Laufe der Woche einen Vortrag zu einer Sehenswürdigkeit – wobei Logan seinen Beitrag auf dem Kapitol direkt von ChatGPT, seinem großen Freund und Helfer, ablas. Insgesamt legten wir in dieser Woche etwa 100.000 Schritte zurück, was ungefähr 70 Kilometern entspricht. Die Romfahrt neigte sich also dem Ende zu, doch die 14h-Fahrt lag ja noch vor uns. Ein lautstark kommentiertes Fußballspiel, diesmal Halbfinale Europa-League, sorgte sogar bei unserem Busfahrer, der sonst überhaupt keine Kommunikation oder Regung zeigte, für interessierte Blicke nach hinten. Dank XXXL-Vorräten an Popcorn, Chips und Keksen, die wir uns gleich an der ersten Raststätte zugelegt hatten, war der ganze Bus versorgt, und als der Busfahrer endlich mal die Heizung statt der Klimaanlage verwendete, fanden auch die Letzten ein wenig Schlaf. Als es dann am frühen Morgen hieß: „Ihr könnt euren Eltern schreiben, wir sind wieder in gewohnter Umgebung“, waren alle erleichtert und freuten sich auf ihre heimischen Betten. Die Romfahrt war somit zu Ende und alle gingen mit unvergesslichen Momenten oder 1m Keksrollen als Souvenir nach Hause.
Ein riesiges Dankeschön an Frau Uhl-Hilger und Herrn Krämer, die uns die ganze Woche über begleitet haben 🙂
von Carla Hug und Leonie Moser







