Ein Tag unter Tage – Die Fachschaft Geographie erkundet die Grube Clara
Am 23.03.2026 machte sich die Fachschaft Geographie unter der Organisation von Nicole Gentzsch auf den Weg zu unserem Bildungspartner „Sachtleben Minerals“ – mit dem Ziel, den Weg eines Fluss- bzw. Schwerspaterzes hautnah nachzuvollziehen.
Gleich zu Beginn wurden wir von Geschäftsführer Dr. Benjamin Schöpf herzlich empfangen. In einer anschaulichen und kurzweiligen Präsentation erhielten wir spannende Einblicke in das Unternehmen, seine Struktur und die geförderten Mineralien. Besonders beeindruckend war der Fakt, dass die Grube Clara zu den mineralienreichsten Gruben der Welt zählt und seit über 125 Jahren kontinuierlich Erze abbaut.
Dann wurde es praktisch: Ausgestattet mit Overalls, Helmen, Lampen, Warnwesten, Gummistiefeln und Sauerstoffflaschen ging es gemeinsam mit Grubenbetriebsleiter Peter Schleibach in die Tiefe. Mehrere Stunden lang führte er uns sicher durch die aktive Grube – ein echtes Privileg, denn Besichtigungen sind hier normalerweise nicht möglich. Auf einer schmalen Straße mit entgegenkommenden LKWs und steilen Abfahrten fuhren wir immer weiter in den Berg hinein. Von ehemals ca. 500 Höhenmetern ging es weit in die Tiefe – bis wir 250m unter dem Meeresspiegel waren.
Unter Tage erwartete uns eine ganz eigene Welt: technische Anlagen, riesige Maschinen und beeindruckende Abläufe. Wir erfuhren, wie die Frischluftzufuhr über Rohrsysteme funktioniert, wie Grundwasser abgepumpt wird und welche Geräte im Einsatz sind. Für Gänsehaut sorgte ein dumpfes Grollen, das plötzlich durch die Stollen hallte – ein Zeichen für die täglichen, kontrollierten Sprengungen, mit denen das Erz gelöst wird. Auch der Einsatz ferngesteuerter Radlader zur Erhöhung der Sicherheit zeigte eindrucksvoll, wie modern der Bergbau heute ist.
Im Anschluss ging es weiter zur Aufbereitungsanlage in Wolfach. Nach einer kleinen Stärkung konnten wir hier den weiteren Weg der Erze verfolgen. Die Vielzahl an Maschinen und Fachbegriffen ließ uns erahnen, wie komplex die Verarbeitung ist. Ein besonderes Highlight ließ unser Herz höher schlagen: Einige Handstücke durften wir als Erinnerung mitnehmen.
Am Ende dieses erlebnisreichen Tages waren wir uns einig: Diese Fortbildung war nicht nur informativ, sondern auch ein außergewöhnliches Erlebnis, das uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Schöpf, der uns den gesamten Tag über begleitet hat und stets für unsere Fragen zur Verfügung stand.

